DAS KONZEPT 

Das flexible didaktische Konzept des TRUMPET PRO ermöglicht einerseits durch das Zusammenstellen eines individuellen Trainingsprogramms ein effizientes Entwickeln der Spieltechnik. Andererseits soll es jedoch auch einen Beitrag zur Förderung der Technik des Übens leisten. Die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung der spieltechnischen Abläufe spielt dabei eine wichtige Rolle. Es geht also nicht darum, sich durch ein mechanisches Wiederholen von Übungen nur die instrumentaltechnischen Fertigkeiten anzueignen. Jede Wiederholung dient dazu, die Qualität der tatsächlichen Ausführung mit einer musikalischen Vorstellung zu vergleichen, bis eine Verbesserung wahrnehmbar wird. Die Veränderung muss sowohl das musikalische Ergebnis als auch gleichzeitig das Spielgefühl verbessern. Klangvorstellung und Spielgefühl sind eng miteinander verbunden. Wesentliches Ziel des Trainings in den verschiedenen Übungen ist daher auch immer wieder, durch die Klangvorstellung das erwünschte Spielgefühl zu erzeugen. Für das Üben bzw. Wiederholen von Übungen gilt deshalb der Grundsatz: Das gewählte Tempo muss stets die bewusste Kontrolle von Klang in Wechselwirkung mit Spielbewegung zulassen. Der Prozess des Übens wird durch die Selbstbeobachtung und -kontrolle wesentlich unterstützt.

„Das spieltechnische Training für Blechbläser ist ein komplexer Handlungsprozess, der auf die planmäßige Entwicklung bestimmter technischer und musikalischer Leistungszustände und deren Präsentation in musikalischen Bewährungssituationen ausgerichtet ist.“

DIE ARBEIT MIT TRUMPET PRO

Es ist zu empfehlen das Buch zu Beginn in Ruhe durchzublättern. Das Werk gliedert sich in sieben Kapitel und 18 Unterkapitel. Durch eine logische Nummerierung, erkennt man schon durch diese, welchem Kapitel die Übung zugehörig ist - dies spart Zeit bei den Aufzeichnungen (zB. S9/W07 ... auf Seite 9 die 7. Übung in WARMUP oder S55/E32 ... auf Seite 55 die 32. Übung in ETÜDEN etc.). Je nach Fortschritt bzw. Ausbildungsstand kann man parallel in mehreren Kapiteln üben, um so auf die individuellen Bedürfnisse einzugehen. Im Bereich WARMUP sind zu einem großen Teil auch die Längen und Tonumfänge der WarmUp-Vorschläge angegeben. Die tatsächliche Zusammenstellung der Übungen - für beispielsweise eine Woche - sollte selbstverständlich von einem erfahrenen Pädagogen abhängig vom Ausbildungsstand empfohlen werden.